Wie wollen wir zusammen leben? unser Leitbild

Wir sind eine Einrichtung, die vom Kindergarten bis zur Fachoberschule den Prinzipien der Montessori-Pädagogik folgt.
Zu ihrer Zeit war Maria Montessori (1870-1952) mit ihren Gedanken revolutionär. Heute sind ihre Wege des Lernens nicht mehr neu und doch Reformpädagogik. Im Mittelpunkt steht das Kind als vollwertiger, ganzer Mensch.
Das Ziel dieser Bildung ist ein erfülltes Leben in Frieden mit sich selbst, den Mitmenschen und in Verantwortung für die Welt.
Seit Aufhebung der Lernzielgleichheit 2003 und Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention 2006 ist Inklusion Pflicht der Schulen.
Wir sehen es als unsere Aufgabe alle Menschen in ihren individuellen Besonderheiten mitzudenken und ihre verschiedenen Bedürfnisse anzuerkennen.
Demokratie und ökologisches Denken wollen wir leben und fördern.
Unsere Arbeit orientiert sich am Konzept des Montessori-Landesverbands Bayern.

Verwirklichung der Montessori-Pädagogik

→ Die Haltung der PädagogInnen ist begleitend. Alle Entwicklungsschritte, die zu beobachten sind, werden dokumentiert. Sowohl mit den Heranwachsenden als auch ihren Eltern werden diese Beobachtungen ausgetauscht und reflektiert. Es entsteht ein gemeinsamer Prozess der Wertschätzung und Achtsamkeit. Eltern und PädagogInnen nehmen sich zurück und vertrauen auf die einzigartigen Entwicklungswege der jungen Menschen.→ Unsere Einrichtungen bieten eine vorbereitete Umgebung, die den persönlichen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen möglichst entspricht und sie in ihrer Entwicklung unterstützt. Sie bietet genügend Raum und Helligkeit. Sie bietet eine Struktur, die Klarheit und Ordnung zeigt. Sie bietet aufeinander aufbauende, altersentsprechende Lernanreize.→ In den Räumen gibt es Montessori-Material in ausreichender Menge, das von den PädagogInnen präsentiert und erklärt wird. Es steht den Lernenden als Anreiz und zum Weiterarbeiten stets zur Verfügung.→ Die Freiarbeit ist das Herzstück unserer pädagogischen Arbeit. Aus ihr ergibt sich das selbstorganisierte, selbstständige Lernen. Der natürliche Lernprozess wird unterstützt und die Entfaltung von persönlichen Interessen und Stärken gefördert. Unsere Kinder lernen durch Erfahrung im eigenen Tun weniger durch Belehrung.

Der Begriff der Kosmischen Erziehung

Maria Montessori sah die Entdeckungen und technischen Errungenschaften der Menschheit sowohl als große Leistung als auch als große Gefahr. So war es zu ihren Lebzeiten der Menschheit zum ersten Mal möglich geworden, sich durch Waffen selbst auszulöschen. Gleichzeitig wusste sie um die Bedeutung der Fortschritte in Medizin und Landwirtschaft und fühlte sich den Leistungen der Menschheit dadurch in Liebe und Dankbarkeit verbunden. Sie sah die Notwendigkeit eines neuen Menschen, der sich in Stolz auf seine eigene Leistung zur Welt gehörend und ihr verbunden fühlte. Eine Menschheit, die in der Lage wäre, mit allen Geschöpfen und Menschen einen gegenseitigen Austausch zu haben und nicht an eigennütziger Ausbeutung interessiert wäre.Im Begriff der Kosmischen Erziehung vereint sich dieser ganzheitliche, nachhaltige Gedanke.Frieden schaffen und erhalten ergibt sich daraus als Grundaufgabe. In unseren Einrichtungen bemühen wir uns, den Kindern und Jugendlichen dieses Prinzip weiterzugegeben. Im Erwerb sozialer, ethischer und naturwissenschaftlicher Kompetenzen legen wir eine Basis, die Welt und ihre Bewohner als Ganzes zu verstehen. Diese Kompetenzen ermöglichen es den jungen Menschen Vertrauen in die eigene Wirksamkeit zu legen und sich durch eine Gemeinschaft getragen und in ihr verbunden zu sehen.

Lebenskompetenz

Wir verstehen unsere Einrichtungen als „Gesellschaften im Kleinen“. In ihnen können die Heranwachsenden Lebenskompetenz üben.→ Dienste und Pflichten, in denen sie Verantwortung übernehmen und sich dadurch fähig und wichtig empfinden→ Demokratie und Zivilcourage lernen und leben→ Konstruktive Streitkultur üben→ Kontakt und Teilhabe am Leben außerhalb von Kindergarten und Schule.

Inklusion im Sinne von Teilhabe

Wir wollen Menschen und ihre Besonderheiten in unser Denken einschließen und nicht ausgrenzen. Diese inklusive Haltung entspricht dem Menschenbild Maria Montessoris. Wir gehen in unseren Einrichtungen auf die persönlichen Stärken und Schwächen aller Kinder ein und begleiten sie aktiv auf ihrem Lernweg. Dazu benötigen wir immer wieder personelle, auch heil- und sonderpädagogische Unterstützung.

Eltern

Wir erwarten von den Familien dieses Leitbild zu unterstützen und sich aktiv mit den Prinzipien der Montessori-Pädagogik auseinanderzusetzen. Die Ziele unserer Einrichtungen können nur erreicht werden, wenn die Eltern die Montessori-Pädagogik akzeptieren. Grundlage dafür ist die Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit und aktiven Mitgestaltung.


Dieses Leitbild ist gemeinsam erarbeitet von Geschäftsführung, Aufsichtsrat, Schulleitung, Kindergartenleitung und pädagogischem Team im Juli 2019

Hier finden sie unser Leitbild zum Download.